06.05.2017 - Konzert von Crazy bis Leichtsinn

Crazy Konzert mit einem Schuss Leichtsinn

Samstag 6. Mai, nachmittags, ein letzter Soundcheck mit der Band, danach zog sich der Chor in das benachbarte Feuerwehrhaus zurück, um sich auf den Abend vorzubereiten. Kurz nochmal eine Stimmprobe, dann rüber in die TSV Halle, um pünktlich um 20 Uhr, begleitet vom Applaus des erwartungsvollen Publikums im vollbesetzten Saal, ihr Konzert von Crazy bis Leichtsinn zu beginnen.

Eröffnet wurde das Konzert von den beiden Solisten Kerstin und Reiner mit Rosanna von Toto, der Funke sprang sofort über und riss das Publikum mit. Nicole und Jenni wurden mit A night like this von Caro Emmerald ebenfalls begeistert aufgenommen.

Bei Karma Chameleon von Boy George / Culture Club griff Chorleiter Stefan Weih, der auch sonst wie immer viel Bewegung ins Konzert brachte, selbst zum Mikrofon. All about that bass von Meghan Trainor und Hey von Andreas Bourani folgten. Beim Ärzte-Hit Westerland herrschte Schunkelpflicht.

Wer schon mal ein Konzert der Concordia unter Stefan Weih besucht hat weiß: auch als Publikum ist mitmachen angesagt. Denn bei einem Song, von dem die 36 Sängerinnen und Sänger so wie die Band vorher nichts wussten, übergab der Chorleiter dem Publikum die Stimme. Aufgeteilt in Gruppen hatten alle mit „Schubidu“ und „Aha“ einen Riesenspaß.

Dann kam Queen: Gerhard rockte den Saal gekonnt als Freddy Mercury mit Crazy little thing called love. Der Chor heizte anschließend noch einmal mit Don’t stop me now den Saal auf 200° Fahrenheit. Mit Thomas als weiterem Freddy wurden zum Abschluss des ersten Teiles bei Radio Gaga die Arme nach vorne ausgestreckt, die Fäuste geballt und auf die „4“ 2 Achtel geklatscht.

 

Nach der Pause stand Classica, mit etwa 30 Sänger/innenim Alter von 35 bis in die hohen 80er, auf der Bühne. Mit Irgendwo auf der Welt (Solist Hubert) und Ein bisschen Leichtsinn (Solistin Jenni) von den Comedian Harmonists, Brindisi aus La Traviata,sang sich der Chor in die Herzen der Zuhörer. Den krönenden Abschluss – Chorleiter Stefan Weih wurden Krone Umhang verpasst – bildete mit viel Power Rio Reisers König von Deutschland. Classica bewies hiermit ganz deutlich, dass der Chor noch lange nicht zum alten Eisen zählt.

Als Ton in Ton – nun in schwarz mit ein wenig rot – von Stefan Weih angeführt den Gospel Down to the river to pray singend mit brennenden Kerzen in der Hand durch den dunklen Saal zwischen den Zuschauern hindurch zur Bühne schritt, kam Gänsehautfeeling auf. Mit Come into his presence und Khumbaya (Solistin Jenni) zeigte der Chor, dass man sich auch in der Welt des Gospels sehr zuhause fühlt. Es folgten noch I wish (Solist Günther) und Perfect (Solistin Nicole).

Chasing cars und die Zugabe Still (Solist Thomas) beendeten ein großartiges Konzert mit zwei individuellen Chören, mutigen und wundervollen Solisten aus den eigenen Reihen (! Da geht noch was !), der brillianten „Rent a gospel Band“ und einem einzigartigen Dirigenten. 

 

Die Concordia Chöre Ton in Ton und Classica haben wieder bewiesen, wie viel Freude und Energie moderne Chormusik Akteuren und auch Publikum geben kann. Die Veranstaltung war ein absolutes Highlight und ist auch jetzt noch in aller Munde.

 

Ein kleines Trostpflaster für alle, die nicht zum Konzert kommen konnten: Ton in Ton wird am 10. Juni auf dem diesjährigen Stadtteilfest auftreten, auch wird die Gruppe wieder beim Chorfestival am 2. Juli im Rahmen des Hanauer Kultoursommers in Wilhelmsbad singen.

Singstunde immer montags im „Grünen Baum“: Classica trifft sich um 18:45 Uhr, „Ton in Ton“ kommt um 20:00 Uhr.

 

Vielen Dank an Alexander Boes für die Fotos (vergrößern durch anklicken)!