26.08.2017 - Concordia-Ausflug nach Mainz

Concordia am Rhein

Kurz nach 9:00 Uhr morgens am Samstag den 26.08. startete der Bus von Klein-Auheim Richtung Mainz zum diesjährigen Concordia Vereinsausflug. In Mainz angekommen schob sich der Bus durch enge Straßen, den Berg hoch zum Bistro „Citadelle“, wo ein reichhaltiges Frühstücksbuffet auf uns wartete. Die „Citadelle“ ist ein Projekt der Stadt Mainz für psychisch erkrankte Menschen, die ihren Weg zurück in die Arbeitswelt finden.
Gestärkt ging es dann weiter zu den „Mainzer Unterwelten“. Knapp zwei Drittel der Ausflügler begaben sich hinab in das seit über 300 Jahren bestehendeTunnelsystem der alten Festungsstadt. Dieses diente der Verteidigung, aber auch als Zuflucht der Bevölkerung in kriegerischen Zeiten. Vom feuchten kalten Untergrund, zurück im strahlenden Sonnenschein gab es ein Picknick mit hausgebackenen Kuchen an der Stadtmauer. Nachdem sich alle wieder aufgewärmt hatten, ging es mit Shuttlebussen nach Bingen zur Rochuskapelle.

Zur selben Zeit, zu der die „Unterweltler“ die Gänge erkundeten, unternahmen die restlichen Reisenden – vorwiegend ältere Semester, die nicht mehr so gut zu Fuß sind – eine linksrheinische aufregende Panoramafahrt über Bingen, Ingelheim, Bacharach etc. zum Günderode-Haus in Oberwesel, bekannt aus der Fernsehtrilogie „Heimat“. Fahrer Reinhold Scherer meisterte lackschadenfrei mit dem großen Bus, enge Straßen, enge Kurven, Serpentinen und niedrige Brücken, vor denen so mancher PKW-Fahrer zurückscheut. Vom Günderode-Haus, das nun auch ein Restaurant beherbergt, genoß man bei bei Kaffee und Kuchen einen atemberaubenden Ausblick über das Rheintal.

Zusammengetroffen sind beide Gruppen wieder an der Rochuskapelle, wo alljährlich das Rochusfest, das auf das Pestjahr 1666 zurückgeht, stattfindet. Die Concordia hatte zugesagt an diesem Nachmittag einen Gottesdienst für Menschen mit Behinderungen musikalisch mitzugestalten. Im Freien hinter der Kapelle fand der „lustigste Gottesdienst“ im Rahmen des Rochusfestes unter der Leitung von Pfarrer Gerhard Choquet statt. Begleitet wurde er u. a. von Pfarrvikar Felix Edomobi, der bis vor einem Jahr Kaplan in Klein-Auheim und Steinheim gewesen war. Ton in Ton sang noch unter freiem Himmel „Khumbaya“ (vom Soweto-Gospel-Choir), denn der anfängliche Sonnenschein verwandelte sich kurz drauf in einen kräftigen Platzregen (Pfarrer Choquet: Flüssige Sonne“) und man flüchtete zum Abendmahl in die Kapelle. Während der Kommunion sangen Ton in Ton zusammen mit Classica „Jedes Kind braucht einen Engel“ von Klaus Hoffmann. Das musikalische Engagement brachte der Concordia viel begeisterten Applaus und von Pfarrer Choquet die Einladung nächstes Jahr wiederzukommen und zu Singen ein.

Nachdem Gottesdienst kam es endlich zum lang ersehnten Wiedersehen mit einem strahlenden Felix Edomobi. Die Klein-Auheimer hatten ihn letzten Herbst nur ungern ziehen lassen und hätten ihn auch jetzt gerne wieder mit nach Hause genommen. Daraus wurde zwar nichts, aber Edomobi begleitete die Auheimer auf den letzten Abschnitt des Tages.

 

 

 

 

Durch Bingen ging es zum Anleger und der Bus überquerte auf der Fähre „Tony Marshall“ den Rhein nach Rüdesheim. In der neuen Strausswitschaft des Weingutes Sohns bei Geissenheim nahm man schließlich nach kurzer Fahrt ein gutes reichhaltiges Abendessen zu sich.Edomobi wurde mit einem, den Ausflug begleitenden PKW rechtzeitig zum nächsten Gottesdienst zur Rochuskapelle zurückgebracht. Währenddessen genoss man im Lokal bei einem oder auch zwei Gläsern guten Weines den Panoramablick und Classica sangen ein Lied nach dem anderen.
Auf Bitten der Wirtin sangen alle Sängerinnen und Sänger, bevor entgültig der Nachhauseweg angetreten wurde, noch einmal „Jedes Kind braucht einen Engel“.

Am Ende der ruhigen Heimfahrt spielte Busfahrer Scherer zum Ende eines wundervollen Tages noch einmal sein Lieblingslied: „Und zum Abschied schenkt sie mir ne Scheibe Gelbwurst“, welches „Ton in Ton“ sofort in sein Repertoire aufnahm.

Auch wenn dies ein wundervoller Ausflug war, unser Ziel für nächstes Jahr steht schon fest: Da werden wir Bad Kreuznach aufmischen.

Zum Zeitungsartikel *klick*