Stimmbildungsseminar

Regine Müller-Laupert, Atem-, Sprech- und Stimmbildnerin mit Musikwissenschaftsstudium aus Frankfurt, ,,trainierte“ die 33 interessierten Sängerinnen und Sänger der Concordia. Entspannt sitzen und singen, das gab es an diesem Tag nicht.
Ton in Ton hat 2019 viel vor. Zu ihrem 15. Geburtstag wollen sie es krachen lassen. Dazu ist eine optimale Vorbereitung wichtig.

Aber was waren das für Laute und Ratschläge, die aus dem Kellerraum des Don-Bosco-Hauses zu hören waren?
Labello, Labello, Labello; Zunge schnalzen lassen; lilili-singen; dabei den Unterkiefer nach unten hängen lassen; nicht den Takt mitnicken; Bauch nicht anspannen; Kniescheiben locker, nur Lippen und Zunge arbeiten.


Es schwirrte nur so von Anweisungen in den Köpfen der Aktiven. Dabei sollten sie doch gar nicht darüber nachdenken, was sie taten. Das war einfacher gesagt als getan. Aber die Stimmbildnerin hatte schnell das Vertrauen gewonnen. Immer wieder gab sie wertvolle Tipps:

,,Die Füße haben eine große Wirkung auf die Stimme und die Lippen sind schneller als man es ihnen zutraut“.

Solche Hinweise ließ die Mitstreiter immer wieder schmunzeln – aber sie waren ernstgemeint und wurden auch in die Tat umgesetzt.

Vier Stunden lang – die jedoch kurzweilig waren – machten alle mit, was die Expertin verlangte. ,,Sie schaffen das“ motivierte Müller-Laupert, wenn eine erneute Übung, wie man die Zunge im Mund halten sollte, zu einigen Verwirrungen und nach einem Blick zum Nachbarn zu herzhaften Lachern führte. Und nach anfänglichem Zögern und verhaltenem Mittun, war jeder mit vollem Eifer dabei. ,,Der Sänger ist das Instrument. Dieses Instrument muss sich wohl fühlen und den Spaß spüren.“ Das war einleuchtend. Und immer wieder die Erinnerung: „Unterkiefer locker und der Bauch bleibt auch weich!“ Mist, ertappt! Haltung korrigieren und weiter singen.

Und noch ein Bereich wurde geprobt: Singen und Body-Persuccsion. Nur singen war gestern. Body Percussion – Klangerzeugung mit dem eigenen Körper unter Zuhilfename von Händen, Füßen, Fingern und Mund. Dies bereichert einen Auftritt ungemein. Dadurch wird ein Konzert erst interessant.

Und das wollen die Sänger und Sängerinnen von Ton in Ton. Und das will vor allem ihr Dirigent Stephan Weih. Er selbst war bei dem Stimmbildungstag mit von der Partie. So manche Anregung wird er in den Probenablauf einfließen lassen. Die Aktiven dürfen sich freuen!

Was Ton in Ton heute alles erlernt haben, das werden Sie auf ihren Queen Konzerten am 04.05.19 sicher auf Bühne zeigen.